Was in den VJN 202 April bis Juli 2008 nicht abgedruckt war:

Alfons Laufer Ehren-Vorsitzender des RV Edelweiß Sulgen.

Wir haben Alfons Laufer zu unserem Ehren-Vorsitzenden ernannt.

1949 ist Alfons Laufer mit 15 Jahren Mitglied des RV Edelweiß Sulgen geworden. Von 1949 bis 1955 war er aktiver Radballspieler. 1951 und 1952 nahm er mit seinem Kameraden Anton Weiß an den Deutschen Jugendmeisterschaften teil. In den Jahren wurden sie Württembergische Vize-Jugendmeister.

Bevor er 1955 beruflich nach Villingen zog, war er jeweils zwei Jahre Jugendleiter des RV Edelweiß und Musikleiter.

In seiner neuen beruflichen Heimat schloss er sich dem Radfahrer-Club 1886 Villingen an. Bis 1976 spielte er aktiv Radball. Vier Jahre war er Zweiter Vorsitzender und 10 Jahre Fachwart für Radball.

In seine Villinger Zeit (um 1960) fällt der Hallenradsportländerkampf Schwarzwald gegen die Schweiz. Alfons Laufer spielte in Schwarzwald II mit Hans Pfaff. Die Villinger gewannen ebenso alle Spiele wie Schwarzwald I mit Karl und Oskar Buchholz (Lauterbach). Die Schweiz wurde vertreten durch Linhardt/Rudolf Breitenmoser und Arnold Tschopp/Sohm. Tschopp trat auch im Kunstradfahren gegen Heinz Pfeiffer. Das Besondere: ein Stunde Fernsehübertragung „live“ in Deutschland, Schweiz und Österreich.

1976 kehrte er nach Sulgen zurück. 1979 wurde er Erster Vorsitzender des RV Edelweiß. 1994 bis 2000 blieb er der Vorstandschaft noch als Beisitzer erhalten.

Die Jahre seiner Tätigkeit als Erster Vorsitzender sind geprägt durch Großveranstaltungen, wie zum Beispiel ein Profi-Radrennen, ein bundesoffenes Etappenrennen und Kreis- und Bezirksfeste.

Die Radlermusik unseres Vereins erlebte unter seiner Führung einen Höhenflug. Wir waren die Attraktion auf vielen Veranstaltungen. Und noch immer sind wir bei Festumzügen und Korsofesten gern gesehene Gäste mit unserer in Deutschland einzigartigen, auf Fahrräder fahrenden und spielenden Schalmeienkapelle.

Höhepunkt war zweifellos der Festzug zum „Deutschen Weinfest“ in Neustadt/Weinstraße. Zusammen mit Dieter Thomas Heck führte unsere Radlermusik den Festzug an.

Soviel Engagement für den Verein und den Radsport verdient Ehrungen und Auszeichnungen. Hier ein Auszug:

  • 1972 Verdienstnadel des BDR
  • 1977 Ehrennadel in Silber RV Edelweiß
  • 1985 Verdienstnadel des WRSV
  • 1992 Ehrennadel in Bronze WLSB
  • 1995 Ehrenplakette in Silber Stadtverband Schramberg
  • 1999 Goldene Manschettenknöpfe RV Edelweiß
  • 2004 Ehrennadel in Gold RV Edelweiß

Mit der Ernennungsurkunde zum Ehren-Vorsitzender zeichnen wir Alfons Laufer mit der höchsten Ehrung des RV Edelweiß Sulgen aus, der „Goldenen Armbanduhr mit Vereinslogo“.

Herzlichen Glückwunsch und eine glückliche Hand als Ehren-Vorsitzender.

Reinhold Rapp . Erster Vorsitzender RV Edelweiß Sulgen

Robert Löhmann (Oberjesingen) 70 Jahre.

Robert Löhmann vom Radfahrerverein Vorwärts Oberjesingen feierte Ende Januar seinen 70. Geburtstag. Er gehört dem RVO seit 1952 an.

Hier einige Fakten aus seinen Aktivitäten für den Radsport in Oberjesingen und im Radsportbezirk:

  • Robert war am Bau des Radsportheimes maßgeblich beteiligt.
  • 1960 übernahm er das Amt des 1. Vorsitzenden.
  • Er organisierte die Streckenposten für das Radrennen Stuttgart – Straßburg.
  • Robert rief die Böblinger Kreisrundfahrt ins Leben und war maßgeblich in deren Organisation eingebunden.
  • Unter seiner Leitung wurde der Kunstradsport im RVO eingeführt.
  • Er unterstütze das Korsofahren (ist ausgebildeter Kampfrichter).
  • Seit 1994 ist er Radtreffleiter und noch immer führt er die Gruppe „Natur pur“.
  • Er ist mehrfacher Teilnehmer am Bundes-Radsport-Treffen.

Das Amt des 1. Vorsitzenden hatte er bis 1988 inne. Im gleichen Jahr wurde er zum Ehrenvorstand des RVO ernannt.

Von 1973 bis 1993 war Robert Löhmann ununterbrochen 2. Vorsitzender des Radsportbezirks Schönbuch-Würmtal zusammen mit Gildemitglied Peter Kukacka (Öschelbronn), der in der gleichen Zeit der 1. Vorsitzende war.

Ehren-Obmann Hans Rixen nahm ihn 1997 in  die Bundes-Ehrengilde auf.

Robert Löhmann ist Träger folgender Auszeichnungen:

  • WRSV-Ehrennadel in Gold
  • BDR-Verdienstnadel in Gold
  • WLSB-Ehrennadel in Gold
  • Sportkreis Böblingen Ehrennadel in Gold
  • Landes-Ehrennadel Baden-Württemberg.

Neben dem Radsport ist Robert zusammen mit seiner Frau Gretel aktiver Sänger im Gesangverein Frohsinn. Sonntags trifft man beide auf dem Fußballplatz, Heimspiele des SV Oberjesingen versäumen die beiden nicht. Und die Enkel halten sie mächtig auf Trab.

Wir gratulieren unserem Ehrenvorstand Robert Löhmann und wünschen ihm alles Gute bei bester Gesundheit.

Hans Marquardt . 1. Vorsitzender Radfahrerverein Vorwärts  Oberjesingen  

Altersgildetreffen in Sulgen.

Seit zwei Jahren treffen sie sich gemeinsam, die Radsportseniorinnen und –senioren der Radsport-Kreise Schwarzwald und Neckar. Diesmal war ein Schwarzwälder Verein Ausrichter, der Radfahrverein Edelweiß Sulgen. Am ersten März-Sonntag konnte Edelweiß-Vorstand Reinhold Rapp fast 300 Gäste in der Turn- und Festhalle begrüßen.

Mit dabei der Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Schramberg, Dr. Herbert O. Zinell und Ulli Faust (Oberjesingen) von der Bundes-Ehren-Gilde. Wie immer dabei, Helmut Habel (Wellendingen), Ehrenmitglied des Württembergischen Radsportverbandes.

Ulli Faust forderte zu einer Zusammenarbeit auf. Schließlich vertreten die Bundes-Ehren-Gilde und die beiden Altersgilden gleiche Ziele und Ideale, nämlich Traditionen zu erhalten. Er schloss mit den Worten: „Wer Traditionen erhalten will, muss mit der Zeit gehen.“

Bemerkenswert an den fast fünfzigjährigen Altersgildetreffen ist, dass fast alle Kreisvereine vertreten sind. Den „Stärkepokal“ Schwarzwald gewann der RSV Alpirsbach-Röthenbach mit 21 Teilnehmern, vertreten waren alle 13 Kreisvereine. Altersgildepräsident Eugen Häring und Kreisvorsitzender Fritz Fuchs überreichten den Wanderpokal.

Im Kreis Neckar siegte der RV Edelweiß Wellendingen mit 37 Teilnehmern. Hier waren elf der zwölf Kreisvereine vertreten. Hier wurde der Wanderpokal von Horst Walter (Kreisvorsitzender) und Alois Hirt (Altersgildepräsident) überreicht.

Es war eine gelungene Veranstaltung. Viele Teilnehmer bedankten sich persönlich beim Vorstand Reinhold Rapp des RV Edelweiß.

Alfons Lauffer . Ehrenvorsitzender RV Edelweiß Sulgen

BEG-Mitglieder vom Verband ausgezeichnet.

Beim Verbandstag des Württembergischen Radsportverbandes am 1. März 2008 in Unterweissach erhielt der 1. Vorsitzende des RSV Unterweissach, Erwin Krauter, die Verdienstnadel in Silber des WRSV.

Eugen Wondratsch (Stuttgart) wurde mit der Verdienstnadel ausgezeichnet.

Wir schließen uns den Glückwünschen an.

Ulli Faust

IBRMV: 82. Delegiertenversammlung in Ruggell/FL.

Ruggell im Fürstentum Liechtenstein war Tagungsort der 82. Delegiertenversammlung der Internationalen Bodensee- Rad- und Motorfahrervereinigung  am 27. Januar 2008.

Präsident Lutz Graf konnte zahlreiche Ehrengäste (die BEG vertrat Ulli Faust) sowie die Delegierten der Anschlussverbände begrüßen. Liechtensteins LRV-Präsidentin Yonne Ritter-Elkuch, zweifache Olympiastarterin (1988 in Seoul und 1992 in Barcelona), hieß als Hausherrin über 50 Teilnehmer im Fürstentum herzlich willkommen.

Zwanzig Sportlerinnen und Sportler aus dem Verbandsgebiet gewannen in den diversen Sportarten Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften. Den erstmaligen herausragenden Erfolg eines Sportlers ehrt der IBRMV mit einem Anerkennungspreis.

Die 83. Delegiertentagung findet am 25. Januar 2009 in Lindau statt.

Ulli Faust

Der Liechtensteiner Radsportverband.

Gegründet wurde der LRV im November 1950 auf Initiative der damals einzigen Vereine RV Schaan und VC Vaduz in Schaan. Die Gründung erfolgte nicht zuletzt auf Druck des Landessportverbandes, der darauf bestand, dass Vereine, welche dieselbe Sportart betreiben, sich zu einem Fachverband zusammenschließen, andernfalls die Subventionen gestrichen würden.

„Sportdiplomat“ Baron Eduard von Falz-Fein war 1951 und von 1953 bis 1973 Präsident. Ihm wurde 2003 das Goldene Lorbeerblatt des Fürstentums Liechtenstein für besondere Verdienste im Sport verliehen.

1973 veranlasste er innerhalb 48 Stunden eine Blitzaufnahme des Liechtensteiner Radsportverbands in den Weltradsportverband und ermöglichte somit neben anderen auch Roman Hermann den Start.

Dem Verband gehören heute vier Vereine an:

Radfahrerverein Schaan
(gegründet 1927)

Velo-Club Vaduz
(gegründet 1929)

Velo-Club Ruggell
(gegründet 1953 als VC Unterland)

Radfahrer-Verein Mauren
(gegründet 1975)

Das Präsidium bilden Präsidentin Yvonne Ritter-Elkuch, Nathalie Ritter als Vize-Präsidentin und Judith Davida-Morscher leitet das Ressort und die Geschäftsstelle.

Zwei junge Männer - Pascal Nitzlnader (Lizenzen) und Manuel Elkuch (Beisitzer)

Die erfolgreichsten Sportler:

Adolf Heeb
(geboren1940) Bergpreissieger Tour de L`Avenir 1962
3-facher Etappensieger Tour de L`Avenir 1962
Etappensieger und Goldtrikotträger Österreich-Rundfahrt 1961
11. Rang Olympia-Straßenrennen 1960 in Rom

Roman Hermann jun.
(geboren 1953) WM-Bronze 1982 Punktefahren in Leicester
15 Profi-Sechstagesiege
Americaine-Europameister 1987

Roman Herman wurde seinerzeit vom Fürsten Franz Josef II./Adam I. gefördert. Der Fürst war, wie Eugen Kirn (Gärtringen), mir erzählte, persönlich bei Welt- und Europameisterschaften vor Ort um seinen Schützling zu unterstützten.

2005 wurden Adolf Heeb und Roman Hermann mit dem Goldenen Lorbeerblatt des Fürstentums Liechtenstein ausgezeichnet.

Wer mehr wissen will: www.lie-cycling.li

Ulli Faust . Schriftleiter VJN

Was ist den VJN 201 Januar bis April 2008 nicht stand:

Weltmeisterschaften von 1897 bis 1997.

Podiumsplätze vor 10, 20, 30, 40, 50 Jahren und früher.

1897     Sprint              1. Willy Arend

1907     Sprint              2. Henry Mayer             3. Walter Rütt

1927     Steher             2. Paul Krewer              3. Walter Sawall

1937      Steher            1. Walter Lohmann       3. Adolf Schön                Sprint     3. Albert Richter

1957     Einer Kunstrad Männer                                                              2. Werner Vogt                         3. Holdi Thom

1967     Einer Kunstrad Männer                                                             1. Gerhard Blotny                      2. Manfred Maute          3.  Willi Eichin

Einer Kunstrad Frauen                                                                            2. Hildegard Laigre                    3. Annemarie Flaig (Schlossser)

Zweier Kunstrad Männer                                                                            1. Monschau/Weinreis               2. Vollmer/Metz

Zweier Kunstrad Frauen                                                                          1. Laigre/Feldbusch      2. Türk (Steegmüller)/Franko

Bahn Mannschaftsverfolgung                                                                  3. BRD (Henrichs/Podlesch/Kissner/Link)

1977     Einer Kunstrad Männer              1. Kurt Hunsänger                     3. Gerhard Obert

Einer Kunstrad Frau                  2. Edith Westhäuser         3. Gabi Höhler

Zweier Kunstrad Männer            1. Korn/Fries                    2. Ott/Fiessler

Zweier Kunstrad Frauen 1. Mathes/Mathes

Tandem            .                       3. Gewis/Schaffer

Einer-Verfolgung                       1. Gregor Braun

Mannschaftsverfolgung                                                                            1. DDR (Dürpisch/Montag/Wiegend/Winkler)                                            2. BRD (Schumacher/Vonhof/Lutz/Rinklin)

Steher                                      2.Wifried Peffgen

1987     Einer Kunstrad Männer 1. Dieter Maute 2. Dietmar Ingelfinger

Einer Kunstrad Frauen               2. Heike Marklein

Zweier Kunstrad Männer            1. Dreher/Jurisch       2. Schlecht/Böpple

Zweier Kunstrad Frauen             2. Krauter/Kienle         3. Liebenow/Hörner

Mannschaftsverfolgung   2. DDR (Blochwitz/Meier/Wolf/Hennig)

Steher                                      3. Werner Betz

Cross Profi                               1. Klaus-Peter Thaler

Cross Amateure                       1. Mike Kluge

1997     Einer Kunstrad Männer 1. Martin Romminger 2. Jens Schmitt

Einer Kunstrad Frauen               1. Sandra Schlosser   2. Sonja Bissinger

Zweier Kunstrad Männer            1. Rauch/Rauch          2. Raaf/Roth

Zweier Kunstrad Frauen             1. Jäger/Schelshorn      

Bahn Sprint                              2. Jens Fiedler

Teamsprint                               2. D (Lausberg/Pokorny/van Eijden)

Wir bitten um Nachsicht, wenn wir irgendjemand übersehen haben. Das war bestimmt keine Absicht.

Ulli Faust . Schriftleiter VJN


 Adolf & Lilly berichten von „Rund um den Bodensee“.

Wie geplant, haben wir in diesem Jahr auf große Unternehmungen, wie die Vätternrundfahrt (zehn Teilnahmen) und die Tourenleitung auf Mallorca (neunmal) verzichtet. Was an großen Unternehmungen blieb, waren das Bundes-Radsport-Treffen in Bad Sassendorf sowie der Radmarathon um den Bodensee.

Also machten wir uns mit unserer „Knutschkugel" (Mini-Wohnwagen) auf den Weg zum Bodensee. Man kann bei der Bodenseerundfahrt an sechs Orten starten. Wir entschieden uns für den Startort Meersburg. Am Vorabend, als wir schon unsere Startunterlagen in Empfang nehmen konnten, war der Parkplatz bereits von PKW, Campingwagen und Wohnmobilen zur Hälfte belegt.

Am Starttag fanden wir uns pünktlich um 7 Uhr am Posten in Meersburg ein. Da wir unsere Unterlagen schon besaßen, konnten wir sofort starten. Leider ging es gleich zur Sache. Es musste sofort eine Steigung erklommen werden, die uns ganz schön ins Schwitzen gebracht hat.

Jetzt merkten wir, dass die Strecke nicht direkt um den Bodensee verlief. Dadurch mussten viele Steigungen bewältigt werden, bis wir den Posten Aillingen nach ca. 40 km erreichten. Nach einer kurzen Pause ging es weiter nach Sigmarszell. Das „auf und ab" begleitete uns auf der ganzen Etappe. Hier lernten wir schätzen, was die moderne Radtechnik zu bieten hat. Nach ca. 45 km erreichten wir Sigmarszell.

Und weiter ging es Richtung Österreich. Es wurde etwas flacher und die Strecke führte teilweise über schmale Feldwege. Plötzlich befanden wir uns auf österreichischem Boden. Wie und wo wir eine Grenze überfahren haben, ist uns nicht aufgefallen. Jetzt ging es in Österreich nur noch flach weiter, teilweise durch Obstplantagen und Weinberge.

Nicht so angenehm war die Fahrt durch die Stadt Bregenz. Hier ereilte mich nach fast 20 Jahren ein Sturz, verursacht durch eine Baumwurzel, die durch den Asphalt gewachsen war. Es dauerte eine Weile, bis ich meine Körperteile alle abgetastet hatte, um festzustellen, dass alles noch an der richtigen Stelle war. Beachtenswert fand ich, dass alle vorbeifahrenden Teilnehmer sofort anhielten, um mir zu helfen. Alle waren sehr besorgt und hilfsbereit. Sogar mein Rad, an dem die Kette und die Schaltung etwas abbekommen hatten, wurde von zwei Teilnehmern in Ordnung gebracht, während ich noch vor Schmerzen nach Luft rang. Eine wirklich einmalige Hilfsbereitschaft!!

Nach einer Weile setzte ich mit meiner Partnerin die Tour fort. Wir verließen Österreich und fuhren zum Posten Altenrhein in der Schweiz, den wir nach 40 km erreichten. Weiter ging es in Sichtweite des Bodensees durch Obstplantagen und kleine verschlafene Dörfer, bis wir nach 50 km Tägerwilen erreichten.

Der längste Teil der Strecke lag nun hinter uns. Als wir die Fähre in Meersburg verließen, schloss sich fast der Kreis an unserem Startort. Aber dann kam der Mann mit dem Hammer: Eine kurze aber steile Rampe von 14 %! Ein Schild mit der Aufschrift „Achtung runter schalten! Steil!" verhieß nichts Gutes! Die letzten Körner wurden verbraucht. Der echte Hammer aber war, dass auf der Kuppe die Fotografen standen und uns aufforderten zu lächeln.

Trotzdem - zufrieden und glücklich erreichten wir unser Ziel.

Im Ganzen gesehen war es ein schönes Erlebnis, aber nicht zu vergleichen mit der Vätternrundfahrt. Der Service in Schweden ist im Vergleich zum Bodensee wie ******Sterne zu **Sterne. Aber dafür war die Bodenseerundfahrt erheblich preiswerter. An den Kontrollpunkten am Bodensee gab es keine langen Warteschlangen und auf den Strecken verteilten sich die Teilnehmer mehr als in Schweden. Wahrscheinlich, weil hier an sechs unterschiedlichen Orten gestartet werden konnte.

Auf dieser Tour trafen wir viele Sportfreunde, die wir von irgendwoher kannten. Auch die Gildekameraden Arvin Schiller und Dieter Dölling aus Hannover nahmen an diesem Abenteuer teil.

Solange wir es gesundheitlich schaffen, werden wir in Zukunft mit unserer „Knutschkugel" ähnliche Unternehmungen planen. Wir wollen uns noch nicht in die Ecke setzen und auf den Sensemann warten. Lieber: „Kette rechts!" und dem Sensemann davon fahren.

Adolf Schnelle & Lilly Claaßen . Hannover

„Es war eine wunderbare Zeit"

SZBZ - 30.11.2007 - Von unserem Redakteur Karlheinz Reichert

Bei seiner Diamantenen Hochzeit, die er vor etwas mehr als einem Jahr mit seiner Frau Lore feierte, blickte Gustav Kohler auf sein Leben zurück und sagte: "Es war eine wunderbare Zeit." Jetzt ist dieses Leben zu Ende gegangen.

Dabei hätte der Magstadter durchaus auch einen Grund gehabt, zu klagen, denn im Zweiten Weltkrieg verlor er ein Bein. Doch dadurch ließ sich Gustav Kohler nicht unterkriegen.

Begeisterter Korso-Fahrer

Schon vor dem Krieg gehörte der dem Radfahrerverein an. Er war begeisterter Korso-Fahrer und startete auch als Rennfahrer oder Kunstradfahrer bei regionalen Wettbewerben. Nach der Wiedergründung des Radfahrervereins arbeitete er als Schriftführer im Vorstand mit, war Jugendtrainer und Mechaniker. Von 1954 bis 1968 war er Vorsitzender des Vereins. Um die Jugendlichen und um die Räder kümmerte er sich weiterhin und übernahm nach seiner Vorstandszeit noch das Amt des Pressewarts.

Beim Kleintierzüchterverein war Gustav Kohler von 1947 Kaninchenzüchter, Aussteller und Zuchtwerbewart. Das Zuchtbuch Kaninchen führte er bis zu seinem Tod. Außerdem war er Gründungsmitglied des Magstadter VdK-Ortsverbandes, sang im Liederkranz, gehörte dem Aufsichtsrat der Volksbank an und war Schriftführer in der Arbeitsgemeinschaft der örtlichen Vereine.

Unbequeme Dinge anzusprechen, davor scheute sich Gustav Kohler nie. Egal, ob er dabei dem Kunstradbundestrainer "d' Rost ra tat", wie er es nannte, wenn der seiner Meinung nach "seine Mogstädter" benachteiligte, oder im Gemeinderat.

Von 1968 bis 1984 gehörte Gustav Kohler der Magstadter Ratsrunde an, erst der SPD-Fraktion, danach bei den Freien Wählern. Jahrzehntelang verwaltete er bis zuletzt zusammen mit seiner Frau das Gemeindebackhaus in der Planstraße.

Für sein ehrenamtliches Engagement wurde er 1983 mit der Landesehrennadel ausgezeichnet. Gustav Kohler wurde 84 Jahre alt. Er starb in der Nacht zum Mittwoch. Die Trauerfeier findet am Montag um 14 Uhr in der Aussegnungshalle auf dem Friedhof statt.

Für die Bundes-Ehren-Gilde waren Vize-Gildemeister Hans Marquardt und Schriftleiter Ulli Faust am Grab und legten Gesteck mit Trauerschleife nieder.

Staunen über Steilkurven und weite Sprünge

RADSPORT Württembergische Vertreter der Bundes-Ehren-Gilde im Bund Deutscher Radfahrer besichtigen die neue Kornwestheimer BMX-Bahn

Kornwestheim. Die Vergangenheit und die Zukunft des württembergischen Radsports sind in Kornwestheim aufeinander getroffen. Hans Schmid hat die Mitglieder der Bundes-Ehren-Gilde im Bund Deutscher Radfahrer (BDR) eingeladen, um ihnen die neue BMX-Bahn zu zeigen.

Von Lutz Selle

In der Bundes-Ehren-Gilde haben sich alt gediente Aktive und Funktionäre zusammengefunden, die in der Vergangenheit viel für den Radsport geleistet haben. Langjährige Vereins- und Verbandsvorstände sind in der Gilde ebenso vertreten wie ehemalige erfolgreiche Sportler mit dem Kunstrad, beim Radball oder auf der Straße. Ehemalige aktive BMX-Radsportler gibt es dagegen kaum in der Gilde, da die Sportart noch relativ neu ist. Mit dem Kornwestheimer Hans Schmid ist aber immerhin der BMX-Fachwart des Bezirks Stuttgart in der Gilde vertreten. Knapp 1000 Mitglieder zählt die Ehren-Gilde bundesweit, 120 davon kommen aus Baden-Württemberg. Viermal im Jahr kommen die Vertreter des württembergischen Landesverbandes zusammen - am Mittwoch waren sie erstmals in Kornwestheim.

"Viele unserer Mitglieder haben noch nie ein BMX-Rennen gesehen", sagt Siegfried Bauer, Obmann der Gilde für Württemberg, und schließt sich selbst nicht aus. "Das muss toll sein, wenn die Radfahrer in die Kurven fahren." Nachdem Hans Schmid die verdienten Radsportler auf den Hügel einer der drei Steilkurven der neuen BMX-Rennstrecke geführt hat, macht sich bei Siegfried Bauer und einigen anderen Staunen breit. "So groß habe ich mir die Bahn nicht vorgestellt."

Knapp 450 Meter ist der neue Stolz der BMX-Abteilung der Skizunft Kornwestheim lang, erklärt Hans Schmid. 15 Hindernisse seien zu überspringen. Für einige BMX-Sportler kein Problem, wie er ausführt. "Die springen über drei Hindernisse frei weg und dabei drei Meter hoch und 15 Meter weit. Wir haben die Sportler schon einmal über 15 nebeneinander liegende Leute springen lassen." Das Staunen bei den Vertretern des Bundes Deutscher Radfahrer steigt. "Und wie findet man dafür Freiwillige?", fragt einer.
Aber Hans Schmid hat noch andere Anekdoten zu bieten. So erzählt er von den Kindern, deren Eltern sich nach einer Weile ebenfalls auf ein BMX-Fahrrad geschwungen und an Rennen teilgenommen haben. "Da sagt dann abends der Junge zum Vater: ,Du warst heute eine schöne Flasche."" Als Sprecher von rund 350 BMX-Wettkämpfen in ganz Deutschland hat Schmid schon jede Menge Rennen gesehen. Auf das erste Rennen auf der neuen Kornwestheimer Bahn muss er noch warten. "Wir wollten dieses Jahr noch ein Rennen austragen, das hat aber nicht geklappt", erklärt er. Im Frühjahr hofft er dann auf ein Bundesliga-Rennen im Täle.

Seit fast zwei Jahren bauen die Kornwestheimer BMX-Sportler an der neuen Bahn neben dem Freizeitpark, führt Schmid aus. Rund 1000 Lastwagenladungen Erde hätten sie dafür angekarrt. Seit einigen Tagen sei auch das Startgatter auf dem ersten Hügel installiert. Eine Zuschauertribüne ist noch in Planung. "Nur aus Holz kann man hier nichts bauen. Das wird herausgerissen und im Park verfeuert", hat Hans Schmid festgestellt.

Nach der Besichtigung haben es sich die 35 Vertreter der Bundes-Ehren-Gilde, darunter der deutsche Vize-Gildemeister Hans Marquardt aus Herrenberg und der Fünfte der deutschen Meisterschaften in der Vierermannschaft des RSC Komet Ludwigsburg, Gerhard Merz, im Parkrestaurant gemütlich gemacht. Von Thomas Deuschle, bei der Stadt Kornwestheim Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, Kultur und Sport, erfuhren sie noch mehr über die Salamanderstadt, nachdem sie mit der BMX-Bahn die "neueste Errungenschaft an Infrastruktur der Sportstadt", so Deuschle, gesehen hatten. Sportstadt dürfe sich Kornwestheim auch nach dem Rückzug der Handballer und Eishockeyspielerinnen aus der Bundesliga noch nennen, erklärte der Vertreter der Stadt. Schließlich seien von den 31 000 Kornwestheimern 13 000 Mitglieder in den Sportvereinen. Zudem verfüge Kornwestheim über die älteste Kindersportschule. "Das ist ein Baustein, dass es in Zukunft im Sport wieder aufwärts geht." Unter anderem auch auf der neuen BMX-Bahn.

(aus www.Stuttgarter-nachrichten.de 10. 11. 07)

Aus der Radsportwelt.

Radgeschichte. 

Ich habe mich sehr gefreut über den Artikel von meinem guten und sehr geschätzten Gildefreund Erich Fischer, wo er das besondere Interesse an meinem Buch über die Geschichte des Rades gezeigt hat.

Gleichzeitig hat er den Zweirad-Erfinder Karl Drais erwähnt, aber auch ein Kirchenfensterbild zugefügt, das ein nackter reitender Mann auf einem Zweirad  darstellt.

In einer anderen Herkunft Radgeschichte ist ein ähnliches, jedoch als vollständiges Bild  der  englischen Kirche St. Giles in Stoke Poges bei Windsor zierte.

Endergebnis ist, dass nichts näher lege, als die Vermutung, der Künstler habe die Glasmalerei erst später angefertigt, eben zu einer Zeit als  bereits der französische Konstrukteur de Sivrac im Jahre 1791 sein  Zweirad gebaut hat.

In meinem Buch, ging ich noch weiter in die Geschichte des Rades ein. Die ist auf Zeitperioden von 1300 Jahren v. Chr., bis zu dem Jahr 2000. Der Satz beginnt mit den ersten Radspuren.

An dem Obelisk (ca. 1300 v. Chr.) am Place de la Concorde in Paris ist ein Mann abgebildet der auf einem Tragbalken sitzt und mit zwei hintereinander laufenden Rädern verbunden ist. Die Darstellung ist stark verwittert und nur noch undeutlich zu erkennen.

Auch in alten chinesischen Chroniken taucht ein kluger Sohn des Himmels auf, der ein  „Fahrrad“ unter dem Namen „Glücklicher Drache“  gebaut haben soll.

Etwa 1200 vor Chr. entstand im westlichen Mittelitalien die Kultur der Etrusker (antikes Volk in Etrurien) und herrschten fast über das ganze Land. Vermutlich aus dieser Zeit stammt das Motiv der Abbildung:   Etruskische Krieger, die von Hügeln aus ihre  Feinde,  mit einem Überraschungsmoment angreifen.

Schließlich gibt es noch eine interessante Abbildung, die aus dem Jahre 53 n. Chr. Dieses Fragment eines römischen Monuments, wo Ausgrabungen gefunden wurde, zeigt unter anderem einen Knaben mit einem Roller.

Das Fahrrad mit seiner jahrhundertlangen historischen Geschichte bleibt nicht nur ein unendliches Thema.

Sicherlich erweckt sie bei unseren Gildekameraden immer wieder neue Entdeckungen und interessante Geschichten.

 P. Petrovic – Petro . Darmstadt-Griesheim

Hobbyfahrer und Radsportstars radelten in Weil der Stadt für einen guten Zweck.

Gildekamerad Erich Stammer und seine Vereinskameradin Irene Dorn (beide RV Germania Delitzsch) waren am 3. Oktober, drei Tage nach der Rad-WM in Stuttgart im 30 km entfernten Weil der Stadt beim Vereinigte Volksbanken Charity 2007 dabei.

Heinz Betz und Gregor Braun mit ihrer Radsportakademie in Bad Wildbad fanden in den Vereinigten Volksbanken Böblingen/Calw einen Partner, der es ihnen ermöglichte, ein Jedermannrennen zu veranstalten, bei dem der engagierte Hobbyfahrer gemeinsam mit Radsportgrößen in die Pedale treten konnte und damit auch Kindern in Not zu helfen. Über 700 nutzen diese Gelegenheit, eine der beiden Strecken von 60 oder 100 km zu fahren.

Neben den aktuellen Stars wie Stefan Schumacher, Hanka Kupernagel, Jens Voigt, Andreas Klöden und Robert Bartko waren ehemalige Spitzenfahrer wie Günter Haritz, Jürgen Colombo für den guten Zweck als Teamkapitäne der 18 Teams unterwegs.

Erich Stammer fuhr in der von Gregor Braun geführten Mannschaft, der auch Jan Ullrich angehörte. Für Ullrich war es das erste Rennen nach seinem Rücktritt, um gleichzeitig für die Aktion STAR CARE Geld einzufahren. STAR CARE ist ein von Mitarbeitern der Daimler AG und Partnern gegründeter gemeinnütziger
Verein, dessen Ziel es ist, lokale soziale Projekte für Kinder zu unterstützen: Projekte, die sich um kranke, behinderte, vernachlässigte Kinder und Kinder in akuter Not kümmern. Dem Vernehmen nach konnten die Vereinigte Volksbanken,  Heinz Betz und Gregor Braun 35.000 Euro STAR CARE zur Verfügung stellen.

Für Erich Stammer, der bei vielen Jedermann-, Hobby- und Seniorenrennen dabei ist, ein „Erlebnis“. Schon der Vorabend bei der Nudelparty mit den 18 Team-Kapitänen und rund 1000 Aktiven und Gästen war es wert. Fast alle Teamtrikots trugen danach die Autogramme der Team-Kapitäne und von Jan Ullrich.

„Wir haben es nicht bereut, dass wir hier hergefahren sind“, so Erich Stammer im Gespräch mit Ulli Faust, der als Bezirksvorsitzender in Weil der Stadt ein „Heimspiel“ hatte.

Daniel Faust . Oberjesingen

Bild: Erich Stammer mitten drin